Schwarze Liste

Die gute Idee und der gute Geist von Bologna wurden eher traurig umgesetzt. Doch wer ist schuld daran? Welche Personen haben die Fäden gezogen? Und sind auch jetzt teilweise (leider) noch sehr aktiv? Einige Vorschläge:

  1. Detlev Müller-Böling: früher CHE, also Centrum für Hochschulentwicklung (ironisiert “Centrum für Hochschulevaluation”), jetzt Hauptgesellschafter der CHE Consult GmbH. Er war nicht nur Mastermind hinter der “Bologna-Umsetzung”. Ihm verdanken wir auch die zentrale Planwirtschaft in der Hochschullandschaft. Deshalb irrt Wikipedia, wenn sie ihn als Neoliberalen bezeichnet. Richtig ist das vollkommene Gegenteil.
  2. Margret Wintermantel: seit 2006 Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Sie ist die oberste Lobbyistin für die Rechte der Hochschulrektoren und sieht vor allem in Universitäten die Notwendigkeit, gemeinschaftliche Entscheidungen aller Universitätsangehörigen durch Ein-Personen-Entscheidungen des Rektors zu ersetzen. So gesehen ist die HRK auch keine Vertretung der Hochschulen, sondern eine Lobby-Organisation für die Hochschulrektoren (gegen Professoren, Studenten und Politik).
  3. Marion Schmidt: für Bildungsthemen zentral zuständige Redakteurin der G+J Wirtschaftsmedien, wozu neben der FTD auch diverse auflagenstarke Zeitschriften gehören. Ihr Markenzeichen: Artikel gegen Professoren, die sich der zentralen Planwirtschaft widersetzen. Sie ist eng verbunden auch mit CHE und CHE-Consult, was sich auch in dem von der CHE und der FTD organisierten Wahl zum Hochschulmanager des Jahres zeigt. Ergebnis: Einheitliche Linie “pro starke Rektoren-Hand an deutschen Hochschulen” im G+J-Konzern.

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