Unternehmen als Co-Produzenten von Bildung höhlen deutsche Wettbewerbsfähigkeit aus

1. April 2011

Einige Unternehmen drängen derzeit besonders forsch auf eine Co-Produktion von Bildung. Blickt man kritisch hinter deren Fassade gesellschaftlicher Verantwortlichkeit, so wird ihr eigentliches Anliegen sichtbar: Die Unternehmen formen sich hier ihre zukünftigen Mitarbeiter so, wie sie sie haben wollen – jung, kostengünstig, unmittelbar einsatzbereit. Dabei belassen sie es aber nicht: Sie greifen gleichzeitig in das Bildungssystem ein, um seine Regelungen noch unternehmensfreundlicher zu gestalten. Ein solches Agieren bedroht massiv Qualität und Substanz der Spitzenbildung und in letzter Konsequenz auch die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Ein aktueller Artikel in der Zeitschrift PERSONAL 63 (Heft 4/2011, S. 13-15, hier zu lesen) gibt Einblicke in den Hintergrund der Diskussion und leitet zehn konkrete Forderungen im Hinblick auf den Einfluss von Unternehmen auf das deutsche Bildungssystem ab.

(vs)

Bologna-Diplom? Ein Streitgespräch im SR 2

10. März 2011

Am Sonntag, dem 13. März 2011 um 20.04 Uhr, diskutieren

  • der Präsident der Universität des Saarlandes Univ.-Prof. Dr. Volker Linneweber und
  • der Dekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Univ.-Prof. Dr.  Christian Scholz

im Saarländischen Rundfunk auf SR 2 in der Sendung „Diskurs“ zur Frage: ”Welche Abschlüsse sollte eine Universität anbieten?“
(Unter ->link auch im Internet).

AUDIO ON DEMAND ->Link

Es verspricht, interessant zu werden.

Besinnliches zum Rosenmontag

7. März 2011

Heute im Politischen Feuilleton (Deutschland Radio Kultur): „Der klammheimliche Verzicht auf Universitäten“ als Kommentar zur aktuellen Hochschulpolitik.

Universitäten gibt es seit 1000 Jahren. Wollen wir wirklich auf sie verzichten, nur weil wir erfolgreiche Boxer, Rennfahrer und eine falsch interpretierte Bologna-Erklärung haben? Es lässt sich nicht oft genug wiederholen: Universitäten sind nichts Besseres. Aber sie sind etwas Anderes. Diese Andersartigkeit gilt es angesichts der aktuellen Gleichmacherei zu verteidigen. Andersartigkeit bezieht sich auf Leitbilder, Strukturen und Verhaltensformen. Das alles macht eine Universität aus: Es sind die Menschen, die auf einem hohen professionellen und intellektuellen Niveau eigenverantwortlich und selbstmotiviert miteinander arbeiten wollen. Es geht um Erkenntnisinteresse und nicht um Verwertungsinteresse. Es geht um das Entfalten von Persönlichkeit und nicht um Hamsterrad-Lernen. Und es geht um innovative Grundlagenforschung und nicht um industrielle Auftragsforschung.

Link zum kompletten TEXT / Link zum AUDIO

BWL-Diplom Saarbrücken?

23. Januar 2011

Die Diskussion geht weiter – und zwar im Fernsehen (Saarländischer Rundfunk 10.1.2011 und 12.1.2011), im Studentenparlament und in der Saarbrücker Zeitung.

(cs)

Erst Bachelor, dann Praktikant?

23. Januar 2011

Interview (c.scholz)  in der Süddeutschen Zeitung (16.01.2011)  (link). Unter anderem mit folgenden Fragen …..

Zur Einstellung von Unternehmen zu Bachelor: Diesen Beitrag weiterlesen »

Universitätsgesetz als TODESANZEIGE

23. Januar 2011

Eine bemerkenswerte (reale) Nachricht:

“Das Gesetz sieht vor, die Zahl der Fakultäten pro Universität zu begrenzen, Hochschulen zusammenzulegen und Experten aus dem nicht-akademischen Bereich in die Führungsgremien der Universitäten aufzunehmen.”

“Außerdem sind  Kürzungen von 700 Millionen Euro für die Hochschulen vorgesehen. Für fünf pensionierte Professoren soll nur ein neuer eingestellt werden. Junge Wissenschaftler, die einen Großteil des Lehrbetriebs tragen, erhalten keine festen Anstellungen, sondern nur einmal erneuerbare Zeitverträge. Wer dann nicht fest als Dozent übernommen wird, fällt aus dem System.”

Aber wozu brauchen wir in der Welt von Bologna noch Universitäten?

(cs)

Qualität statt Quote: Ohne Bachelor und Master

23. Januar 2011

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler lehnt die Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen in der Medizinerausbildung weiterhin ab (link): Diesen Beitrag weiterlesen »

Frohe Weihnachten in Saarbrücken: Chance auf BWL-Diplom und Option auf offenen Master-Zugang

23. Dezember 2010

Wie in regionalen (z.B. Saarländischer Rundfunk, Unser Ding, BILD-Zeitung, Saarbrücker Zeitung) und überregionalen Medien (DIE WELT) berichtet (vgl. Presseschau), will die Rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität des Saarlandes zusätzlich zu Bachelor, Master und MBA ein BWL-Bologna-Diplom einführen: Diesen Beitrag weiterlesen »

Please, say it again: “Dipl.-Ing.”

23. Dezember 2010

Der Spätherbst 2010 im hohen Norden der Bundesrepublik hat es bildungspolitisch in sich: Mecklenburg-Vorpommern erwägt, dem „Dipl.-Ing.“ wieder Priorität vor dem „Master“ zu geben. Diesen Beitrag weiterlesen »

Bologna-Reform als “Stuttgart 21″

20. November 2010

Ganz langsam wird es klar: Mit der Bologna-Reform wurde mehr abgerissen als nur ein kleines Etwas an Hochschulgeschichte. Dies lässt sich unter der Überschrift  “Die missachtete Masse” gut im aktuellen Heft von ManagerSeminare nachlesen: Diesen Beitrag weiterlesen »