In der aktuellen (1/2010) Handelsblatt – Junge Karriere schreibt Stefanie Hergert in ihrem Beitrag (S. 14-15):
Es ist doch egal, wer Bologna vermurkst hat. Wir brauchen endlich eine Lösung!
Nein, so einfach geht es nicht. Um Bologna zu verbessern, müssen wir erarbeiten, was falsch gelaufen ist und wer dafür verantwortlich ist. Denn: Wir wollen doch nicht den gleichen Bock nochmal zum Gärtner machen?
Interessant: In ihrem Artikel werden viele Schuldige genannt, sie erwähnt aber ihre Zeitschrift nicht. Nur: Gerade Handelsblatt – Junge Karriere gehört in diesem Zusammenhang unbedingt genannt, denn in dieser Zeitschrift wurde der gesamte Bologna-Prozess durchwegs nur positiv geschildert. Kritische Stellungnahmen waren selten. Statt dessen gab es allenfalls Professorenschelte. Gleichzeitig hatte Handelsblatt – Junge Karriere auch formale Details (wie Akkreditierungen) immer forciert. Hier hat vor allem der damalige Redakteur Christoph Mohr eine bedenkliche Rolle gespielt.
Also: Vielleicht sollte einige Medien umdenken. Nur, ob dies das Handelsblatt – Junge Karriere noch machen kann, ist offen, weil es möglicherweise als Print-Version eingestellt wird.