In Forschung und Lehre 6/09 findet sich erstens ein Kommentar von Konrad Schily, der sich – wie auch Margit Osterloh in der ZfO – unter der Überschrift “Fundamentaler Freiheitsverlust” mit den kontraproduktiven Effekten von Forschungsrankings auseinandersetzt. Sein Credo:
“Übersehen wird, … dass die sog. ´Standards`bereits eine Richtungsentscheidung darstellen.”
Konrad Schily geht es dabei nicht darum, welche Richtungen besser. Es geht ihm vielmehr um eine Kritik daran, dass die bekannten Akteure strikte Regeln aufgestellt werden, die Individualität und Freiheit vernichten. Und damit passen “Rankings” so gut zu ”Bologna”.
Zweitens findet man eine schöne Formulierung von Felix Grigat zum BMBF und die nicht-ganz-neutralen Kommunikation eigener Studien durch das BMBF:
“BMBF-finanzierten Studien der letzten Monate zufolge lehnen die jungen Wissenschaftler mit überwältigender Mehrheit den Bologna-Prozess ab (keine Pressemeldung), halten die Studierenden immer weniger von der Reform (Erfolgsmeldung: “Studierende erstmals zufrieden”), ist die Mobilität in den alten Studiengängen gestiegen (Meldung: “Auslandsmobilität muss noch weiter steigen“).
… und drittens finden sich in diesem Heft viele weitere Beiträge zum Bologna-Prozess, die eigentlich nicht einfach überlesen werden dürfen!
(cs)